CBN (Cannabinol) ist derzeit in aller Munde, doch worum handelt es sich dabei genau? Die wenigsten Menschen wissen, dass es sich dabei nicht um eine Droge handelt, sondern einen Wirkstoff, der viel zu unserer Gesundheit beitragen kann.

Was ist Cannabinol? – Biochemie und Botanik

Cannabinol (kurz: CBN) ist ein sogenanntes ” analgetisches” Cannabinoid, das durch Oxidation beim Abbau von THC entsteht. CBN wirkt zwar leicht psychoaktiv, ist jedoch nicht mit der Wirkung einer Droge zu vergleichen. In frischem Cannabis kommt der Wirkstoff nur in sehr geringen Mengen vor. Wird Cannabis beispielsweise an einem trockenen, dunklen Ort gelagert, kann das CBN-Vorkommen auf sein Minimum reduziert werden.

Wie wirkt Cannabinol?

Auch wenn viele Menschen CBN mit CBD verwechseln, handelt es sich dabei um einen anderen Wirkstoff, der sein eigenes Wirkungsspektrum zu bieten hat. CBN kann:

  • Schmerzen lindern,
  • gegen Schlaflosigkeit wirken,
  • den Appetit anregen,
  • Krämpfe lösen,
  • entzündungshemmend sein,
  • und bietet eine antibakterielle Wirkung.

Die wohl ausgeprägteste Wirkung von CBN ist seine beruhigende Wirkung. Aus diesem Grund wird CBN von vielen Menschen eingenommen, die unter Schlaflosigkeit leiden und sich Linderung erhoffen. CBN hat dabei jedoch glücklicherweise keine nennenswerte psychoaktive Wirkung, was viele Menschen zu Beginn immer wieder befürchten. Wer zu dem Wirkstoff greift, braucht sich also keine Gedanken zu machen, dass er abhängig werden könnte oder in einen berauschenden Zustand verfällt.

Das Endocannabinoid-System

Das Endocannabinoid-System (kurz ECS) wurde durch Forscher im Jahre 1992 entdeckt. Benannt wurde das System nach den Wirkstoffen der Cannabispflanze, also den Cannabinoiden.

Man entdeckte, dass der Körper viele Cannabinoid-Rezeptoren in sich trägt. Aus diesem Grund produziert der Körper bestimmte Moleküle, welche für die psychologischen und physischen Effekte von Cannabis im menschlichen Körper verantwortlich gemacht werden. Dieses System ist also der Grund, warum Cannabis in unserem Körper überhaupt wirkt.
Die Entdeckung des Systems bietet die Grundlage für die Erforschung der Cannabispflanze und ihre Wirkung auf den Körper.

Einsatzgebiete und Pharmakologie

Obwohl CBN die Eigenschaften von einem Beruhigungsmittel mitbringt, hat es keine psychoaktive Wirkung und wird daher gerne alternativ für medizinische Behandlungen eingesetzt, bei denen ein Rausch natürlich nicht erwünscht ist.

Im medizinischen Einsatz wirkt Cannabinol zudem krampflösend und wird also Antiemetikum eingesetzt. (Medikament, das gegen Erbrechen wirkt.) Studien zeigen, dass CBN auch bei Schizophrenie hilfreich sein kann. Dort wirkt es als Verstärker des körpereigene sogenannten “Cannabinoid Anandamids”, welches Symptome von Schizophrenie lindern kann. Außerordentlich hilfreich soll CBN bei akuten Schüben von Schizophrenie sein. Auch bei einer Psychose kann CBD wirksam sein und bietet gegenüber herkömmlichen Medikamenten, deutlich weniger Nebenwirkungen.

Anwendung & Verwendung von CBN

Viele Studien zeigen, dass CBN eine gute Wirkung bei der Behandlung von Übelkeit sowie Erbrechen aufweist. Vor allem, wenn es sich um Übelkeit aufgrund einer Chemotherapie handelt. In diesem Fall ist CBN oftmals wirksamer, als die üblichen Medikamente.

Studien belegen zudem, dass CBN auch bei Behandlungen von Verbrennungen hilfreich sein könnte, weil es eine schmerzstillende Wirkung erzielen könnte. Zudem kann der Wirkstoff eine Überwucherung an Hautzellen lindern. Aus diesem Grund könnte CBN sogar bei Schuppenflechte helfen. Sogar Knochenbrüche und andere Verletzungen könnten durch CBN besser geheilt werden, da der Wirkstoff ein Knochengewebe-Wachstum stimulieren kann.

CBN finden wir, anders wie CBD, das es auch in Tropfenform zu kaufen gibt, für gewöhnlich nur verarbeitet in Medikamenten.

Nebenwirkungen

Da CBN ein Wirkstoff ist, der rein pflanzlich ist, muss man, anders als bei synthetischen Arzneimitteln, mit keinen starken Nebenwirkungen rechnen.

Die häufigsten Nebenwirkungen, die man von Cannabinoiden kennt, sind Müdigkeit sowie Schwindel. Einige Menschen klagen vor allem zu Beginn von Behandlungen mit CBN über ein allgemeines Unwohlsein, das sich meist jedoch bereits nach kurzer Zeit wieder legt.

Schwere Nebenwirkungen sind bei der Einnahme also nicht zu erwarten, auch wenn es immer wieder Menschen gibt, die den Wirkstoff einfach nicht vertragen oder allergisch darauf reagieren könnten.

Studien

Studien zeigen, dass CBN unterschiedliche Vorteile zu bieten hat. So könnte der Wirkstoff ein Wachstum unseres Knochengewebes stimulieren, da er auf indirekte Art und Weise eine Rekrutierung der mesenchymalen Stammzellen aus dem Knochenmark verursachen kann.

Diverse Untersuchungen zeigen zudem, dass CBN bei Knochenbrüchen für eine bessere und schnellere Heilung sorgen kann. Zudem soll der beliebte Wirkstoff eine bessere Hautregeneration ermöglichen. Entzündungen sollen bis zu viermal schneller verschwinden, als mit anderen Medikamenten.

Legalität

In reiner Form ist CBN nicht erhältlich. Selbst auf dem Schwarzmarkt nicht. Man findet jedoch Medikamente, in denen CBN enthalten ist und vom Arzt verschrieben werden können.

Fazit

Auch CBN bietet zahlreiche Vorteile für unsere Gesundheit. In reiner Form ist der Wirkstoff, der durch Oxidation von THC entsteht, nicht erhältlich, dafür jedoch in einigen Arzneimittel. CBN ist für seine beruhigende Wirkung bekannt und wirkt, ebenso wie das bekannte CBD, entzündungshemmend und schmerzlindernd. Anders als bei synthetischen Mitteln, sind bei CBN keine schweren Nebenwirkungen zu erwarten.

Studien belegen, dass CBN auch bei Übelkeit und Erbrechen hilfreich ist und sogar bei Knochenbrüchen, Verbrennungen und unterschiedlichen Hauterkrankungen eingesetzt werden kann.

Über einen Rausch-ähnlichen Zustand muss man sich bei CBN keine Sorgen machen, da dem Wirkstoff nur eine sehr geringe psychoaktive Wirkung nachgewiesen werden konnte.

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